Die Stromversorgung ist das Killer-Feature. Ansonsten bekommt man hier für viel Geld ein recht simples Blechgehäuse mit blauen Rackohren. Extras, wie beispielsweise zum Verlinken von Modulen oder zusätzliche Klinkenbuchsen, sucht man vergeblich. Die XLR-Anschlüsse haben keine Arretierung und sind auch nicht mit der Rückwand verschraubt. Einen Netzschalter gibt es nur am externen Netzteil, welches für gewöhnlich wohl auf dem Boden stehen dürfte. Bei drei Sekundärspannung ist dies zumindest aber nachvollziehbar.
Das erstes Exemplar ging bei mir zurück an Thomann, da beim Einschub ganz links der Lochabstand der Gewindebohrungen nicht gestimmt hat. Daher war es unmöglich, ein Modul mit beiden Schrauben zu fixieren. Selbst Original-Blindabdeckung von API ließen sich nicht anbringen!
Das zweiten Exemplar hatte denselben Mangel (Serienfehler?), allerdings nicht so ausgeprägt. Durch kräftiges Drücken von oben gegen das Gehäuse konnte ich das Modul festschrauben. Wenn das Gehäuse im Rack montiert ist, geht das allerdings nicht. Dann muss es zum Modulwechsel ausgebaut werden.
RND hat das besser gelöst. Dort werden die Module an flexibel gelagerten Muttern verschraubt und keine Gewinde in dünnes Blech geschnitten. Dies hat zudem den Vorteil, dass die Mutter ausgetauscht werden kann, falls ein Gewinde mal ruiniert sein sollte.
Wer nicht so sehr Wert auf ein potentes Linear-Netzteil legt, sollte sich das RND R10 mal anschauen. Ich selbst besitze (neben dem API 500V und einem OST-4 von Heritage Audio) das R6, welches besser ausgestattet und aus meiner Sicht auch deutlich besser verarbeitet ist.
PS: Laut API Website wird das 500V zukünftig mit einem Schaltnetzteil ausgeliefert. Das L200PS soll aber weiterhin separat - sozusagen als "Upgrade" - erhältlich sein.