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2x2 USB Audio Interface

  • 32-bit / 192 kHz converter (AKM4621)
  • High-quality microphone preamplifier (+48V / 63 dB gain / 130.5 dBu E.I.N / 113 dB dynamic range)
  • Instrument input +14 dBu / Line input +24 dBu
  • Legacy ‘4K’ switch for sound colouring, modelled on the SSL 4000 series
  • 5-Digit level display for each input
  • Powered via USB
  • USB loopback function
  • Plug & Play Mac drivers for iOS apps
  • Dedicated ASIO/WDM driver for Windows available online
  • 1 microphone input: XLR
  • 1 instrument / line input: 6,3 mm jack
  • 2 line outputs: 6.3 mm jack
  • Stereo headphone output: 6.3 mm jack
  • 2 USB-C connectors (1x data, 1x power supply)
  • Dimensions (W × H × D): 250 × 190 × 110 mm
  • Weight: 0.8 kg
  • Available since May 2026
  • Item number 640736
  • Sales Unit 1 piece(s)
  • Recording / Playback Channels 2x2
  • Number of Mic Inputs 1
  • Number of Line Inputs 1
  • Instrument Inputs 1
  • Number of Line Outs 2
  • Headphone Outs 1
  • Phantom Power Yes
  • Number of S/PDIF Connectors 0
  • Number of ADAT Connectors 0
  • Numer of AES/EBU Connectors 0
  • Number of MADI Connectors 0
  • Ethernet 0
  • Other Connectors USB
  • MIDI interface No
  • Word Clock 0
  • Max. Sampling Rate in kHz 192 kHz
  • Max. Resolution Rate in Bits 32 bit
  • USB Bus-Powered Yes
  • Incl. power supply No
  • USB Version 2.0
  • Width 234 mm
  • Depth 190 mm
  • Height 110 mm
  • Connection Format USB port Type C
  • Included in delivery Ableton Live Lite, USB Cable
  • Zero latency monitoring Yes
B-Stock available from $145
$155
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Linux-kompatibel, kein Software-Zwang und ein extrem guter Kopfhörerausgang
pengutime 20.06.2026
Ich habe lange nach einem guten Audiointerface gesucht, das class-compliant ist, da ich hauptsächlich Linux nutze. Wichtig waren mir vor allem drei Dinge: ein sauberer Mikrofon-Preamp, ein wirklich guter Kopfhörerausgang und eine unkomplizierte Nutzung ohne Software Zwang.

Vor dem SSL 1 habe ich längere Zeit das Scarlett Solo 4th Gen genutzt. Deshalb liegt der direkte Vergleich für mich nahe. Um es direkt zu sagen: Das SSL 1 ist für mich in jeder relevanten Kategorie besser. Für mich ist auch ziemlich offensichtlich, dass SSL mit diesem neuen Interface genau diese Scarlett-Reihe im Einsteigersegment direkt angreift. Der größte Unterschied zeigt sich beim Kopfhörerausgang. Ich verstehe bis heute nicht, warum Focusrite beim Scarlett Solo 4th Gen keinen besseren Kopfhörerausgang verbaut. Die Ausgangsimpedanz von 50 Ohm ist aus meiner Sicht ein großes Problem, besonders mit Kopfhörern wie den Beyerdynamic DT 770 Pro X, die ich nutze. Laut genug werden sie zwar, aber Lautstärke allein reicht nicht. Die Wiedergabe klang für mich am Scarlett unsauber und wenig überzeugend. Dabei ist gerade die Pro-X-Reihe dafür bekannt, selbst an den Toaster-Klinkenanschlüssen typischer Windows-Notebooks mit günstigen Realtek/Senary-Chips noch sauber und kontrolliert zu klingen. Ich persönlich nutze mein Audiointerface nicht nur, um Musik zu machen, zu streamen oder meine Stimme beim Podcasten latenzfrei abzuhören. Ich nutze es auch ganz normal zum Musikhören und als zentrale Audiolösung am Schreibtisch. Ich denke, genau so verwenden viele Menschen ihr Interface im Alltag. Deshalb erwarte ich von einem modernen Audiointerface nicht nur einen guten Mikrofon-Preamp und saubere Line- beziehungsweise Instrumentenausgänge, sondern auch einen Kopfhörerausgang, der Musik wirklich sauber und angenehm wiedergeben kann. Ein Kopfhöreranschluss am Interface sollte daher nicht nur gerade so gut genug sein, um die eigene Stimme latenzfrei abzuhören. Genau hier überzeugt mich das SSL 1 am meisten. Der Kopfhörerausgang klingt deutlich sauberer, kontrollierter und räumlicher als beim Scarlett Solo 4th Gen. Zum Vergleich habe ich auch das Beyerdynamic DT Pro X USB-C-Kabel mit integriertem ESS-DAC genutzt. Dieses Kabel holt aus den Pro-X-Kopfhörern bereits sehr viel heraus, aber das SSL 1 wirkt für mich beim reinen Musikhören noch einmal spürbar offener. Stimmen und Instrumente werden besser getrennt, die Räumlichkeit wirkt größer und die Musik kann, wenn man es so beschreiben möchte, einfach besser atmen. Auch bei der Leistung macht der Kopfhörerausgang einen sehr starken Eindruck. Er wird extrem laut, hat genug Reserven und klingt dabei nicht angestrengt. Für mich spielt dieser Kopfhörerausgang klar auf einem sehr hohen Niveau und ist dem Scarlett Solo 4th Gen deutlich überlegen. Auch der Mikrofon-Preamp gefällt mir besser. Das SSL 1 bietet 63 dB Gain statt 57 dB wie beim Scarlett Solo 4th Gen. Natürlich sollte man hier keine Revolution erwarten, da moderne Interfaces generell schon sehr rauscharm und sauber arbeiten. Trotzdem wirkt das SSL 1 für mich souveräner. Der analoge 4K-Switch ist außerdem ein echtes Highlight. Das bleibt natürlich Geschmackssache, mir persönlich gefällt er aber deutlich besser als der Air-Modus des Scarlett, weil er für mich musikalischer und weniger künstlich klingt. Ein weiterer großer Vorteil ist der physische High-Pass-Filter direkt am Gerät. Gerade für Streamer, Podcaster oder Sprachaufnahmen ist das extrem praktisch. Man merkt, dass SSL hier nicht einfach möglichst viele Funktionen eingebaut hat, sondern vor allem sinnvolle. Bzgl. der Linux-Kompatibilität, was vermutlich für die meisten nicht relevant ist, ich aber trotzdem gerne erwähnen möchte: Das SSL 1 funktioniert plug and play. Je nach Oberfläche, also zum Beispiel GNOME, KDE oder einer anderen Umgebung, kann es sein, dass man das Pro-Audio-Profil manuell über WirePlumber aktivieren muss. Das ist aber kein Hexenwerk. Gerade mit PipeWire und WirePlumber zeigt sich für mich, wie stark Linux im Audiobereich mittlerweile geworden ist. Die Möglichkeiten beim Routing, bei der Konfiguration und bei der Integration in Programme wie z.B OBS sind extrem gut. Auch bitperfekte Wiedergabe oder eigene Anpassungen über einfache Konfigurationsdateien sind möglich, wenn man sich etwas damit beschäftigt. Für mich ist Linux hier längst keine Nischenplattform mehr. Windows kann in diesem Bereich ohnehin nicht mithalten, da die Audiotreiber dort aus meiner Sicht nur als Katastrophe zu beschreiben sind. Auch macOS hat mit CoreAudio zwar eine solide Grundlage, ist aber für eine wirklich flexible und saubere Konfiguration viel zu stark von Drittanbieter-Software abhängig. Der einzige Nachteil ist, dass die SSL-Software nur für Windows und macOS verfügbar ist. Mir persönlich ist das egal, da ich sie nicht brauche. Unter Linux kann ich alles, was für mich wichtig ist, direkt über PipeWire und WirePlumber konfigurieren. Auch das Layout gefällt mir sehr gut. Bis auf den Kopfhörerausgang befinden sich alle Anschlüsse auf der Rückseite. Dadurch wirkt der Schreibtisch aufgeräumter, und das Interface passt besser in ein festes Setup. Positiv finde ich außerdem, dass SSL ein USB-C-auf-USB-C-Kabel mitliefert und nicht nur USB-C auf USB-A. Gerade bei modernen Notebooks ist das einfach sinnvoller. Auch die Verpackung ist positiv zu erwähnen. Sie besteht schlicht aus Pappe und wirkt deutlich umweltfreundlicher als viele typische Kunststoffverpackungen. Das Interface wird von geformten Kartonteilen gehalten, die an Eierkarton erinnern. Für manche ist das vielleicht nebensächlich, aber ich finde es gut, wenn ein Hersteller auch an solche Dinge denkt.

Unterm Strich ist das SSL 1 für mich genau das Interface, das ich gesucht habe: Linux-freundlich, class-compliant, sauber verarbeitet, mit gutem Mikrofon-Preamp, sinnvollen Funktionen und vor allem einem Kopfhörerausgang, den man nicht nur zum Abhören der eigenen Stimme, sondern wirklich auch zum Musikhören nutzen kann.
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